Werkbank selber bauen – simpel, stabil, multifunktional! [TEIL 1]

Du willst Dir eine stabile Werkbank mit vielen Spannmöglichkeiten selber bauen? Du hast keine professionelle Werkstatt und keine Profi-Maschinen Zuhause? Kein Problem! In der folgenden Beitragsreihe findest Du eine Schritt-für-Schritt Anleitung zum anfertigen Deiner Werkbank mit simplen Werkzeugen!

Nachfolgend habe ich Dir alle Werkzeuge und Materialien verlinkt, die Du benötigst, um die Werkbank selber bauen zu können.

Konstruktionszeichnungen mit detaillierten Maßen findest du weiter unten.

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Konstruktionszeichnung - Werkbank selber bauen

Benötigtes Werkzeug

Benötigtes Material

Teil 2 und 3 dieser Blogreihe findest Du hier:

Arbeitsplatte herstellen – Teil 2.

T-Nut-Schienen verbauen, Lochraster bohren, Oberflächenbehandlung – Teil 3.

Unterkonstruktion

In TEIL 1 zeige ich Dir, wie Du die stabile Unterkonstruktion für Deine Werkbank selber baust.

Achte beim Kauf des Holzes darauf, dass Du möglichst gerade Balken kaufst – ohne größere Verwindungen. Wenn Du das Holz in die gewünschten Längen zugesägt hast (KVH gibt es im Baumarkt üblicherweise in 4m Einheiten – viele Baumärkte sägen Dir das Holz auch schon in den gewünschten Dimensionen zu!), kannst Du beginnen Aussparungen (Überblattungen) an den Tischbeinen und Querstreben herzustellen. Das macht die Werkbank später sehr stabil! Wer eine Tischkreissäge zur Hand hat, wird das sehr sauber und relativ schnell hinbekommen. Meine Werkbank habe ich lediglich mit einer Handkreissäge* hergestellt – dauert nur etwas länger. Arbeite hier mit Parallelanschlägen (beispielsweise Holzlatten) und messe immer sehr genau. Wenn die Aussparungen später zu viel Spiel haben, geht das auf Kosten der Stabilität Deiner Werkbank.

Überblattung sägen
Überblattungen herstellen.

Mache wie im Bild mehrere Einschnitte mit 50mm Tiefe (Obere Aussparung der Tischbeine mit 40mm Tiefe!) und brich danach die flachen Platten heraus. Die Stifte/Reste, die übrig bleiben könnt ihr problemlos mit einem scharfen Stechbeitel* entfernen.

Überblattung nach Bearbeitung mit Stechbeitel. Selber eine Werkbank bauen ist nicht schwer.
So sieht die Überblattung nach der Entfernung der Holzreste mit dem Stechbeitel aus.

Die raue Fläche kannst Du ggf. noch mit einem Simshobel* bearbeiten, damit sie noch glatter wird.

Nach dieser Vorgehensweise kannst Du alle Überblattungen für die Tischbeine und die Streben herstellen. Du kannst die folgenden Konstruktionszeichnungen eins zu eins verwenden.


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Konstruktionszeichnungen

Verschrauben oder verleimen?

Wer die Werkbank vielleicht irgendwann mal Transportieren will, sollte die Konstruktion nicht verleimen sondern verschrauben. Hierzu kannst Du die Überblattungen mittig mit einem 10er Bohrer durchbohren. Wer möchte, setzt vorher noch einen 30er Forstnerbohrer* an und versenkt die Löcher damit die Schrauben nicht überstehen. Benutzt jeweils 2 M8 Unterlegscheiben* bei Schraube* und Mutter*. Das ganze kann dann folgendermaßen aussehen

Verbinden der Unterkonstruktion.
Verschraubte Unterkonstruktion mit versenkten Löchern.
Werkbank selber bauen - so verbindest Du das Untergestell,
Durch die Versenkung stehen die Schrauben nicht über.

Verschraube die Werkbank Stück für Stück. Setze zunächst alle Teile lose zusammen und schau, wie es am besten passt. Zieh dann nach und nach alle Schrauben gleichmäßig an. Du wirst sehen – die Konstruktion ist super stabil!

Sooo, der erste und zeitaufwändigste Teil (wenn Du wie ich, keine Tischkreissäge besitzt) wäre geschafft! Schreib mir doch mal in die Kommentare, ob Dir meine Anleitung geholfen hat!

Zu Teil 2 – Arbeitsplatte herstellen

Servus und bis zum nächsten Teil!

2 Antworten auf „Werkbank selber bauen – simpel, stabil, multifunktional! [TEIL 1]“

  1. Hallo.

    Ich finde deine Anleitung und Herangehensweise sehr interessant und baue deine Bank wahrscheinlich nach.

    Mit wieviel Materialkosten müsste ich denn ungefähr rechnen?

    1. Hallo Michael,

      freut mich, dass dir mein Ansatz gefällt. Wenn du die Werkbank in den gleichen Dimensionen bauen willst und auch keine dünneren Balken nehmen willst, wirst du mit etwa 175€ für das Konstruktionsvollholz rechnen müssen. Ich habe es im Baumarkt gekauft. Im Holzhandel geht das vielleicht noch günstiger. Zusätzlich noch ca. 20€ für die T-Nut-Schienen und nochmal 10-20€ für Kleinteile wie die großen Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben – sofern du nicht sowieso schon welche hast. Wenn die Konstruktion allerdings aus Hartholz gebaut werden soll, wird das alles deutlich teurer. Ich bin bisher mit der KVH Variante zufrieden 🙂

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