Werkbank selber bauen – simpel, stabil, multifunktional! [TEIL 1]

Du willst Dir eine stabile Werkbank selber bauen? Mit vielen Spannmöglichkeiten? Du hast keine professionelle Werkstatt und keine Profi-Maschinen Zuhause? Kein Problem! In der folgenden Beitragsreihe findest Du eine Schritt-für-Schritt Anleitung zum anfertigen Deiner DIY Werkbank mit einfachen Werkzeugen!

Nachfolgend habe ich Dir alle Werkzeuge und Materialien verlinkt, die Du benötigst, um die DIY Werkbank selber bauen zu können.

Konstruktionszeichnungen mit detaillierten Maßen findest du weiter unten.

* = Affiliatelinks / Werbelinks

Konstruktionszeichnung - Werkbank selber bauen

Benötigtes Werkzeug

Benötigtes Material

Materialkosten: ca. 220 €

Teil 2 und 3 dieses Projektes findest Du hier:

Zu Teil 2

Zu Teil 3

DIY Werkbank Unterkonstruktion

In TEIL 1 zeige ich Dir, wie Du die stabile Unterkonstruktion für Deine DIY Werkbank selber baust.

Achte beim Kauf des Holzes darauf, dass Du möglichst gerade Balken kaufst – ohne größere Verwindungen. Wenn Du das Holz in die gewünschten Längen zugesägt hast (KVH gibt es im Baumarkt üblicherweise in 4m Einheiten – viele Baumärkte sägen Dir das Holz auch schon in den gewünschten Dimensionen zu!), kannst Du beginnen Aussparungen (Überblattungen) an den Tischbeinen und Querstreben herzustellen. Das macht die Werkbank später sehr stabil! Schau dir hierzu meine detaillierten Konstruktionszeichnungen an.

Konstruktionszeichnungen Werkbank

Wer eine Tischkreissäge oder eine große Kappsäge mit Tiefenanschlag zur Hand hat, wird diesen Schritt sehr sauber und relativ schnell hinbekommen. Meine Werkbank habe ich lediglich mit einer Handkreissäge* hergestellt – das ist problemlos machbar, dauert allerdings etwas länger. Arbeite hier unbedingt mit Parallelanschlägen (beispielsweise Holzlatten) und messe immer sehr genau. Wenn die Aussparungen später zu viel Spiel haben, geht das auf Kosten der Stabilität Deiner DIY Werkbank.

Überblattung sägen beim Werkbank selber bauen
Überblattungen herstellen.

Mache wie im Bild mehrere Einschnitte mit 50mm Tiefe (Obere Aussparung der Tischbeine mit 40mm Tiefe!) und brich danach die flachen Platten heraus. Die Stifte/Reste, die übrig bleiben kannst Du problemlos mit einem scharfen Stechbeitel* entfernen.

Überblattung nach Bearbeitung mit Stechbeitel. Selber eine Werkbank bauen ist nicht schwer.
So sieht die Überblattung nach der Entfernung der Holzreste mit dem Stechbeitel aus.

Die raue Fläche kannst Du ggf. noch mit einem Simshobel* bearbeiten, damit sie noch glatter wird.

Nach dieser Vorgehensweise kannst Du alle Überblattungen für die Tischbeine und die Streben herstellen. Du kannst die folgenden Konstruktionszeichnungen eins zu eins verwenden.


Alu C-Profil eloxiert für M8 - 200cm*
  • Alu C-Profil AlMgSi0,5 eloxiert EV1 Maße: 11 x 17 x 4,5 x 2 mm für M8 Schraube oder Mutter
  • Halbzeug EN AW-6060 T66 eloxiert EV1
  • Lieferbare Längen: 50 / 100 / 150 / 200 cm
  • Maße: 11 x 17 x 4,5 x2 mm
  • Materialstärke: 2,0 mm

Letzte Aktualisierung am 26.02.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Irrtümer bei Produktangaben vorbehalten


Verschrauben oder verleimen?

Wer die Werkbank vielleicht irgendwann mal Transportieren will, sollte die Konstruktion nicht verleimen sondern verschrauben. Somit bleibt die Werkbank mobil und du behältst dir maximale Flexibilität. Hierzu kannst Du die Überblattungen mittig mit einem 10er Bohrer durchbohren. Wer möchte, setzt vorher noch einen 30er Forstnerbohrer* an und versenkt die Löcher damit die Schrauben nicht überstehen. Benutzt jeweils 2 M8 Unterlegscheiben* bei Schraube* und Mutter*. Das ganze kann dann folgendermaßen aussehen.

Verbinden der Unterkonstruktion beim Werkbank selber bauen.
Verschraubte Unterkonstruktion mit versenkten Löchern.
Werkbank selber bauen - so verbindest Du das Untergestell,
Durch die Versenkung stehen die Schrauben nicht über.

Verschraube die Werkbank Stück für Stück. Setze zunächst alle Teile lose zusammen und schau, wie es am besten passt. Zieh dann nach und nach alle Schrauben gleichmäßig an. Du wirst sehen – die Konstruktion ist super stabil!


Wenn Du Interesse an dem Einbau von einer Vorderzange hast, schau dir den folgenden Vergleich an!

Zum Vergleich


Wenn du die Werkbank regelmäßig bewegen möchtest und du daher eine mobile Werkbank benötigst, kannst Du Heberollen* an die Unterkonstruktion schrauben. Das KVH im Querschnitt 10×10 ist für diesen Zweck mehr als ausreichend dimensioniert und die verlinkten Rollen besitzen eine Traglast von 225 kg.


GBL 4 Werkbank Rollen Heberollen*
  • Robust: Bewegen Sie Ihre Werkbank oder Möbel mit einem einfachen Drücken auf den Pedalmechanismus bis zu 225 kg.
  • Neueste Version – dickerer Stahl, stärkere Schrauben, drei Löcher auf der Ober- und Unterseite der Platte, bessere Räder und Lager.
  • Praktisch – Packung enthält 4 Rollen (4 Stahl-Gelenkarme und 4 Rollen), 16 Schrauben (4 pro Roll), 4 Muttern und 4 Sicherungsscheiben
  • Vielseitig einsetzbar – Diese Rollen sind ideal für den einfachen Transport von schweren Werkbanken oder Maschinen an jeden Ort.
  • Lebenslange Garantie - Kostenloser Ersatz - keine Fragen gestellt

Letzte Aktualisierung am 26.02.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Irrtümer bei Produktangaben vorbehalten


Der erste und zeitaufwendigste Teil (wenn Du wie ich, keine Tischkreissäge besitzt) wäre geschafft! Schreib mir doch mal in die Kommentare, ob Dir meine Anleitung zum Werkbank selber bauen geholfen hat!

Zu Teil 2

Servus und bis zum nächsten Teil!

8 Antworten auf „Werkbank selber bauen – simpel, stabil, multifunktional! [TEIL 1]“

  1. Hallo.

    Ich finde deine Anleitung und Herangehensweise sehr interessant und baue deine Bank wahrscheinlich nach.

    Mit wieviel Materialkosten müsste ich denn ungefähr rechnen?

    1. Hallo Michael,

      freut mich, dass dir mein Ansatz gefällt. Wenn du die Werkbank in den gleichen Dimensionen bauen willst und auch keine dünneren Balken nehmen willst, wirst du mit etwa 175€ für das Konstruktionsvollholz rechnen müssen. Ich habe es im Baumarkt gekauft. Im Holzhandel geht das vielleicht noch günstiger. Zusätzlich noch ca. 20€ für die T-Nut-Schienen und nochmal 10-20€ für Kleinteile wie die großen Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben – sofern du nicht sowieso schon welche hast. Wenn die Konstruktion allerdings aus Hartholz gebaut werden soll, wird das alles deutlich teurer. Ich bin bisher mit der KVH Variante zufrieden 🙂

  2. Hi Florian

    Sieht toll aus. Ich bin mir am überlegen ob ich diesen nachbaue. Aus welchem Grund hast du die Arbeitsplatte 1950mm und nicht 2000mm erstellt? Dann wäre doch die C-Profilschiene bündig.

    Besten Dank für deine Rückmeldung

    1. Hallo Stefan!

      Ich hatte im Baumarkt das Konstruktionsvollholz in 4 Meter langen Einheiten gekauft. Selbst wenn man es mittig durchsägt hat man durch Abzug der Sägeblattstärke keine 2000mm Länge. Hinzu kommt der minimale Versatz zwischen den Kanthölzern, welcher beim verleimen entsteht. Diese Kante habe ich ebenfalls nochmal abgelängt damit ich eine saubere Kante erhalte. D.h. wenn du das Holz ebenfalls in 4 Meter Länge kaufst und es für die Arbeitsplatte halbieren willst, wirst du nicht auf exakt 2 Meter kommen. Bei der Planung also unbedingt beachten, dass du bei diesen zwei Schritten ein paar Milimeter an Arbeitsfläche verlierst.

      Gruß
      Florian

  3. Hallo Florian,
    vielen Dank für die tolle Anleitung! Ich baue sie gerade nach. Allerdings habe ich eine Frage zu den Überblattungen.
    Du sägst ja Aussparungen an den Enden der Querstreben und passend dazu in die Tischbeine. Solche Überblattungen habe ich auch in anderen Zecihnungen gesehen und immer frage ich mich, warum macht man es nicht so:
    Keine Aussparung in die Querstreben sägen und die Aussparungen in die Tischbeine einfach auf die nächste Flanke sägen. Dann könnte man die Querstrebe komplett in die Aussparung im Tischbein einlegen. Meiner Meinung nach müsste das stabiler sein, weil dann die Querstrebe mit der vollen Breite aufliegt, statt nur zur Hälfte.
    Bitte nicht falsch verstehen: Das ist keine Kritik! Es gibt bestimmt einen Grund, weshalb man es so macht wie du. Ich würde es einfach gerne verstehen.
    Danke und viele Grüße
    Thomas

    1. Hallo Thomas,
      an sich ist der Gedanke völlig richtig. Aber dann verliert man in diesem Fall die Möglichkeit, die Verbindung durch Schrauben zu versteifen. Wenn man die Werkbank nicht wieder zerlegbar montieren möchte und statt Schrauben einfach auf Leim und Dübel setzt, wird deine Methode auch funktionieren denke ich. Wem es aber wichtig ist, die Werkbank wieder zerlegen oder zum Teil demontieren zu können, der sollte vergleichbare Überblattungen wie in meinem Projekt nutzen. Die sind durch die Verschraubung auch ohne Leim wirklich stabil.

      Gruß
      Florian

      1. Danke für die schnelle Antwort. Habe mich inzwischen noch woanders umgehört und noch folgende Vorteile deiner Variante genannt bekommen:
        – Etwas mehr Leimfläche
        – Auch Leimfläche ohne Hirnholz beteiligt
        – Schrauben und Dübel bringen quer zu Faser mehr Stabilität.
        Insgesamt überwiegen die Vorteile deiner Variante, weshalb ich sie nun auch umsetzen werde.
        Viele Grüße
        Thomas
        PS: Mir wurde gesagt, noch mehr Stabilität bekommt man, wenn man Querstreben weniger dick aber dafür höher macht. Ich bleibe aber bei meinem Plan, weil ich das Material schon habe.

        1. Hallo Thomas,

          die Punkte mit dem verleimen sind absolut richtig! Leimverbindungen mit Hirnholz sind weniger stabil. Dass Schrauben und Dübel quer zur Faser mehr Stabilität bringen macht auch Sinn. Danke für die Tipps, die du hier mit den Blogbesuchern teilst!

          Gruß
          Florian

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.