Massivholz Couchtisch selber bauen – Eiche mit Baumkante trifft auf Metall

Du willst Dir einen massiven Couchtisch selber bauen? Hier wirst Du definitiv fündig. Den folgenden Couchtisch kannst du mit wenigen Werkzeugen nachbauen.

Nachfolgend habe ich Dir alle Werkzeuge und Materialien verlinkt, die Du benötigst, um Dir einen Couchtisch selber zu bauen.

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Moderner Massivholz Couchtisch zum selber bauen.

Benötigtes Werkzeug

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Benötigtes Material

Konstruktionszeichnungen

Tischplatte

Die komplette Tischplatte wird aus einzelnen Kanthölzern bzw. Holzleisten gebaut, die verleimt werden. In den Konstruktionszeichnungen siehst du die Maße der Kanthölzer, die ich verwendet habe. Ich kann dir als Bezugsquelle für das Holz den Online Shop dieholzmanufaktur24.de*(unbezahlte Werbung) nur empfehlen. Hier bekommt man alles auf Wunschmaß zugesägt, ohne dass horrende Aufschläge fällig werden. Ich habe mich für die Standard Eichenkanthölzer in den Dimensionen 60x40x1000mm entschieden. Nach finalem ablängen der Tischplatte, ist der Couchtisch dann minimal kürzer als 100cm. Als Besonderheit wollte ich an den beiden langen Enden des Couchtisches eine Baumkante haben. Auch solche Kanthölzer bekommt man auf Nachfrage im erwähnten Shop.

Wenn Du Dir noch nicht sicher bist, welches Couchtischgestell Du überhaupt nutzen willst, schau doch mal in meinen Beitrag zu modernen und günstigen Couchtischgestellen aus Metall.


Was es beim Verleimen von Massivholz zu beachten gibt, um späteres wölben oder “schüsseln” zu vermeiden, erfährst Du im Beitrag “Wenn Holz Arbeitet – Tipps für das Verleimen von Massivholz”.


Anordnen der einzelnen Kanthölzer, zum bauen des Couchtischs.

Wenn du viele große Schraubzwingen* hast, kannst du die 9 Kanthölzer ohne Baumkante in einem Schritt zusammenleimen. Ich habe es in zwei Schritten gemacht und zunächst eine Hälfte verleimt und dann die nächste. Die zwei Kanthölzer mit Baumkante werden später verleimt. Hierbei gibt es den einen oder anderen Punkt zu beachten. Doch dazu später mehr.

Nutze an beiden Enden der Tischplatte am besten zusätzlich noch weitere Schraubzwingen*, um sicherzustellen, dass die Kanthölzer alle in etwa auf gleicher Höhe zusammengeleimt werden. Im folgenden Bild (stammt aus dem Lowboard Projekt) siehst Du, wie die Konstruktion an den Enden aussehen sollte. Nur nicht vergessen, die Leisten in Backpapier oder ähnliches einzuwickeln damit diese nicht mit verleimt werden.

Trotz dieser Konstruktion wirst Du zwischen den einzelnen Kanthölzern einen minimalen Versatz in der Höhe haben. Das wird später mit einer Vorrichtung zum planfräsen (HIER geht’s zum Projekt) korrigiert. Alternativ hilft auch ein Gang zum lokalen Tischler 🙂


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Baumkante – Entfernen der Rinde

Bevor du die Baumkanten anleimen kannst, müssen diese natürlich von Rinde befreit und fein abgeschliffen werden. Die Baumkantenreste, die ich bekam sahen so aus:

Rinde entfernen, damit die schöne Baumkante sichtbar wird.

Die Rinde kann man relativ leicht mit einem Stemmeisen* bzw. Stechbeitel* entfernen.

Nachdem das erledigt ist, sieht das Kantholz in etwa so aus:

Diese Oberfläche kann mit einem Exzenterschleifer* so weit abgeschliffen werden, bis eine glatte Oberfläche mit den natürlichen Konturen des Stamms übrig bleibt.

Baumkante – verleimen

Beim verleimen der Baumkante kann es durch die Schräge schnell passieren, dass entweder die Schraubzwinge* abrutscht oder durch den ungleichmäßigen Druck das Kantholz nicht bündig angeleimt wird, sondern ein Spalt entsteht.

Als einfache aber funktionierende Lösung (geht nur wenn die Baumkante eher steil ist) habe ich einen Restholzklotz mit einem Holzkeil verschraubt. Die Seite mit dem Keil liegt beim Verleimen an der Baumkante an und gleicht die Schräge aus. Somit kann die Schraubzwinge genügend Druck aufbauen, ohne dabei abzurutschen.

Wichtig ist auch hier, dass Du an den Enden der Tischplatte wieder Schraubzwingen* und Holzleisten ansetzt, um ein verrutschen der Kanthölzer in der Höhe zu vermeiden.

Tischplatte des Couchtischs verleimen.

Nachdem Du an beiden Hälften der Tischplatte die Baumkante angeleimt hast, kannst Du beide Hälften zusammenleimen. Da ich nicht genügend Schraubzwingen* mit dieser Spannweite habe, habe ich 4 Spanngurte* hierfür genutzt. Damit Du Dir nicht die Spanngurte verschmutzt, decke die Leimfuge einfach von unten und oben mit Backpapier ab.

Abrichten der Tischplatte

Um den minimalen Versatz in der Höhe zwischen einzelnen Kanthölzern zu korrigieren und eine einzige glatte Oberfläche zu schaffen, kannst Du entweder diese Planfräsvorrichtung nutzen oder nach Möglichkeit beim ortsansässigen Tischler vorbei schauen und gegen kleines Geld die Tischplatte durch den Dickenhobel schieben lassen. Das geht deutlich schneller und bringt ein Klasse Ergebnis. Ich habe meine Planfräsvorrichtung für die Oberfräse* genutzt. Da die Tischplatte zu groß ist, um in der Werkbank plangefräst werden zu können, musste ich die Vorrichtung kurzerhand verbreitern und auf dem Boden nutzen.

Das ausrichten des Fräsers* benötigt etwas Geduld. Hierbei unbedingt an allen 4 Ecken der Tischplatte sicherstellen, dass der Fräser in etwa gleich viel Material abträgt. Ggf. musst Du die Tischplatte unterfüttern um das zu erreichen. Kommt immer etwas auf den Untergrund und die Konstruktion an. Wenn das erledigt ist, kann die Tischplätte Stück für Stück von beiden Seiten plangefräst werden.

Komplette Tischplatte des Couchtischs wurde plangefräst.

Schleifen und ablängen der Tischplatte

Um eine glatte und angenehme Oberfläche zu bekommen, kannst Du noch in mehreren Durchgängen mit einem Exzenterschleifer* die Oberfläche schleifen. Ich habe mich hierbei Stück für Stück bis Körnung 240 hochgearbeitet. Am besten ein Schleifpapier Set* mit einigen Abstufungen der Körnung nutzen. Vor allem der erste Durchgang mit grober Körnung ist mühsam. Hierbei unbedingt darauf achten, dass alle Riefen vom planfräsen weg geschliffen werden.

Damit beide Platten an den Enden eine saubere Kante haben, musst Du noch mit der Handkreissäge* und einem Anschlag (ich habe eine Setzlatte* genutzt) die beiden Enden der Tischplatte sauber ablängen.

Oberflächenbehandlung

In diesem Fall wollte ich ein Finish, das möglichst natürlich aussieht und die Maserung nicht zu extrem anfeuert. Leinölfirnis scheidet daher aus.

Ich habe mich für eine Öl-Wachs-Mischung (OSMO Topoil 3068*) entschieden, die auch auf Küchenarbeitsplatten genutzt werden kann. Das Ergebnis ist schlicht und gefällt mir bei diesem Möbelstück sehr gut. Weiterhin passt der Couchtisch damit perfekt zu meinem Lowboard (Anleitung dazu findest du HIER).

Das Öl wie gewohnt entlang der Maserung auftragen. Überschüssiges Öl kannst Du mit einem Lappen abwischen.

Am besten trägst du das Öl zwei bis drei mal auf. Das fertige Möbelstück hat einen relativ natürlichen Look und ist dennoch geschützt. Die Tischplatte ist nun fertig und sieht nach der Oberflächenbehandlung richtig gut aus.

Montage des Untergestells

Zuletzt muss nur noch das Untergestell* montiert werden. Ich habe mich hierbei für zwei Kufen aus Rohstahl entschieden, die mit Klarlack überzogen sind. Das gibt dem Tisch einen tollen Look. Die Kufen* hatten bereits vorgebohrte Löcher zur Montage. Die exakten Kufen habe ich Dir in der Materialliste am Anfang des Projektes verlinkt.

Bei der Montage richte zunächst die Kufen so an der Tischplatte aus, dass die Abstände optisch passen. Ich habe mich für 10cm Abstand vom Ende der Tischplatte entschieden.

Wenn alles ausgerichtet ist, markiere Dir die Bohrlöcher und bohre mit einem 3mm Holzbohrer* das Loch vor.

Danach musst Du die Kufen nur noch mit 4,5x30mm Holzschrauben an die Unterseite der Tischplatte schrauben.

Das war’s schon wieder mit dem Projekt!

Ich hoffe mit diesem Projekt konnte ich Dich dazu animieren, Dir einen Couchtisch selber zu bauen.

Falls Dir meine Arbeit gefällt und Du mir auch auf Instagram folgen willst, suche nach “timbertime_blog” auf Instagram.

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