DIY Kücheninsel selber bauen – IKEA-Hack

Zu wenig Stauraum in der Küche? So kannst Du Dir aus zwei IKEA Kommoden eine günstige Kücheninsel selber bauen.

Nachfolgend habe ich Dir alle Werkzeuge und Materialien verlinkt, die Du für die Umsetzung des Projektes benötigst.

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Kücheninsel selber bauen-
DIY Kücheninsel

Benötigtes Werkzeug

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Benötigtes Material

Vorgehensweise

Vielleicht geht es dem ein oder anderen ähnlich – in der Küche herrscht viel zu wenig Stauraum! Wer eine relativ offen geschnittene Wohnung oder einfach genügend Platz in der Wohnung hat, kann sich schnell und günstig die folgende Kücheninsel selber bauen.

Auf den Aufbau der IKEA Kommode gehe ich nicht näher ein, das sollte klar sein. Wichtig ist nur, dass Du zunächst lediglich den Korpus der beiden Kommoden aufbaust und noch nicht die Schubladen verbaust.

Damit die Kücheninsel stabil genug ist und auch kein Spiel zwischen den zwei Kommoden entsteht, müssen die Korpusse beider Kommoden miteinander verschraubt werden. Um eine einzige Oberfläche bzw. Arbeitsplatte zu erhalten, wird oben auf die Kommoden noch eine beschichtete Spanplatte geschraubt. Zusätzlich werden noch Umleimer angebracht. Das gibt weitere Stabilität und verhindert, dass auf Dauer Dreck und Flüssigkeiten zwischen die Kommoden laufen.


Die Arbeit mit dem Umleimer kann man sich sparen indem man sich die Platte einfach online mit Wunschmaß und mit fertig angebrachtem Umleimer bestellt. Selber machen ist etwas günstiger.

Zum Wunschzuschnitt*


Verbinden der Kommoden

Damit die Kommode stabil genug ist, habe ich oben und unten an der Kommode Flachverbinder* angebracht, um die Korpusse fest miteinander zu verbinden. Es gibt im Prinzip nur zwei Stellen an der Kommode, wo man problemlos solche Beschläge zum Verbinden anbringen kann. Die Stelle habe ich im folgenden Bild markiert.

Verbinden der Kommoden.

Die Flachverbinder* verschraubst du an beiden Seiten der Kommode jeweils unten und oben entsprechend den Markierungen.

Bei dem Material auf keinen Fall vorbohren! Bei der Spanplatte kannst Du an dieser Stelle die Schrauben einfach so eindrehen. Bohrst Du vor, kann es sogar dazu führen, dass die Schraube nicht lange hält. Jedoch musst du beim festschrauben der Flachverbinder* darauf achten, dass beide Kommoden auf gleicher Höhe sitzen – im Bild unten siehst du, dass das noch nicht der Fall ist. Der Korpus hat etwas Flexibilität – mit etwas Nachdruck kannst du alles wunderbar ausrichten.

Flachverbinder zum versteifen der zwei Kommoden.

Bei der zweiten Stelle für die Beschläge* gehst Du im Prinzip genauso vor.

Die vorhandenen Wandhalterungen der Kommode kannst Du ebenfalls nutzen und mit einer Gewindeschraube und Mutter miteinander verbinden. Ich habe darauf verzichtet.

Danach kannst Du die Kommoden aufstellen.


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Arbeitsplatte befestigen

Ohne zusätzliche Arbeitsplatte hast Du einen Spalt zwischen den zwei Kommoden. Da sich das in einer Küche nicht gut macht, zeige ich Dir eine kostengünstige und optisch ansprechende Option. Zunächst lass dir im Baumarkt eine beschichtete Spanplatte in den Maßen 100,5 x 84,5 cm zuschneiden.

Warum keine richtige Küchenarbeitsplatte?
  • Richtige Küchenarbeitsplatten oder Massivholzplatten gibt es im Baumarkt meistens nur bis maximal 80cm Breite. Die zwei Kommoden sind oben an der kürzeren Seite allerdings 80,5 cm breit. Bedeutet, diese Platten wären zu klein.
  • Eine Arbeitsplatte oder Massivholzplatte würde die Kosten deutlich nach oben treiben.
  • Beschichtete Spanplatten gibt es in deutlich größeren Maßen, werden im Baumarkt auf Wunsch zugeschnitten, und sind kostengünstig
  • Nachteil der beschichteten Spanplatte: Direkt darauf schneiden sollte man nicht – das geht nicht lange gut. Aber meistens benutzt man doch sowieso ein Schneidbrett 😉

Die Platte habe ich so zuschneiden lassen, dass sie an jeder Seite 2cm übersteht.

Nachdem Du die Platte ausgerichtet hast, musst du lediglich mehrere Schrauben von unten in der Platte versenken. Falls Du mit einem Akkuschrauber* arbeitest, achte darauf, dass sich die Schrauben nicht zu tief in die Spanplatten rein ziehen. Bei diesen Löchern habe ich ein wenig mit einem 3mm Holzbohrer* vorgebohrt. Weiterhin kannst Du die Platte mit mit ein paar Schraubzwingen* fixieren damit sie nicht verrutscht.

Mittlerweile steht die Kücheninsel also soweit. Was bleibt sind allerdings unschöne Spanplattenkanten.

Kantenumleimer anbringen

Damit auch die Kanten der Platte zum Rest der Insel passen, habe ich auf Kantenumleimer* zum aufbügeln zurückgegriffen. Das funktioniert leichter als gedacht. Wenn Du die 25mm breiten Umleimer nimmst, stehen diese genug über, damit das zurechtschneiden am Ende leicht wird.

Das Bügeleisen kannst Du gemäß der Anleitung auf dem Umleimer aufheizen. Den Kantenumleimer* schneidest du 2-3 cm länger ab als pro Kante benötigt, damit Du mit Klebestreifen den Umleimer um die Ecke biegen und befestigen kannst.

Kantenumleimer anbringen.

Wenn der Kantenumleimer* grob sitzt, kannst du zwischen Umleimer und Bügeleisen einen Bogen Backpapier legen und langsam und mit etwas Druck (gemäß der Anleitung auf der Verpackung des Umleimers) mit dem Bügeleisen über den Umleimer fahren.

Wenn die komplette Seite aufgebügelt wurde (etwas auskühlen lassen!), kannst Du die Enden mit einem scharfen Messer ablängen, sodass die Ecke zueinander passen.

Den Überstand kannst Du mit einem sehr scharfen Messer relativ gut entfernen. Am besten etwas Druck auf die Front der Klinge geben und dann einfach auf der Platte entlang führen. Das funktioniert wirklich besser als ich erwartet habe. Mit dem oben verlinkten Kantenschneider* geht es vermutlich noch einfacher und sauberer.

Wie Du siehst, habe ich zwischenzeitlich die Schubladen eingebaut. Und achte unbedingt darauf, dass Du nicht direkt auf der weißen Platte schneidest – immer ein Schneidbrett benutzen 😉

Das war’s auch schon wieder. Ich hoffe Dir gefällt dieses etwas andere Projekt!

Falls Dir meine Arbeit gefällt und Du mir auch auf Instagram folgen willst, suche nach “timbertime_blog” auf Instagram.

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