Wandbild aus Eiche und Islandmoos – Hol Dir den Wald mit einem Moosbild in die eigenen 4 Wände!

Du bist auf der Suche nach einem edlen Wandbild, das dir die Natur ins Wohnzimmer bringt? Im folgenden Beitrag wirst du fündig. Hochwertiges Eichenholz in Kombination mit Islandmoos. Es gibt kaum etwas schöneres, wie ich finde.

Nachfolgend habe ich Dir alle Werkzeuge und Materialien verlinkt, die ich im Projekt benutzt habe.

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Benötigtes Werkzeug

Benötigtes Material

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Gehrung JA oder NEIN?

Zunächst solltest Du Dir Gedanken machen wie Du den Rahmen für das Wandbild anfertigen willst. Bei der Wahl der Eckverbindungen gibt es prinzipiell keine Beschränkungen. Ich habe mich für Eckverbindungen auf Gehrung entschieden weil es einfach gut aussieht! Wenn Du allerdings keine Möglichkeit hast, genaue Gehrungen zu sägen, kannst Du auch eine Stoßverbindung nutzen und die Eichenleisten daher im 90 Grad Winkel ablängen.

Rahmen anfertigen

Wenn du auch Gehrungen sägen willst, stelle vorher bei deiner Kappsäge* sicher, dass der Winkel auch wirklich passt. Sonst hast Du später einen Spalt in den Ecken des Rahmens. Die gehobelten Eichenlatten in 100cm Länge habe ich Dir oben in der Material-Liste verlinkt.

Hier findest Du die Eichenlatten

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Die Rahmenteile kannst Du in der gewünschten Länge zusägen. In meinem Fall habe ich mich für 33x33cm entschieden.

Nachdem Du die 4 Rahmenteile zugesägt hast, empfehle ich Dir noch eine Nut in die Eichenleisten zu fräsen, wo die Rückwand eingelassen wird. Dadurch gewinnst Du richtig viel Stabilität wenn du später alles verleimst – und die brauchst Du. Das ganze Massivholz wiegt am Ende mehr als man denkt.

Das ganze sollte in etwa so aussehen:

Falls Du einen Frästisch hast, wird diese Aufgabe eine leichte sein. Ansonsten kannst Du Dir auch behelfsmäßig einen Anschlag bauen, an dem du die Oberfräse* entlang führen kannst. Ich habe mir hierfür eine der Holzleisten hochkant als Anschlag auf meiner Werkbank verspannt (Wie Du Dir die gleiche Werkbank einfach nachbauen kannst, erfährst Du hier – LINK zum Projekt). An dem Anschlag kannst Du dann sicher die Fräse entlang führen. Mein 4mm Nutfräser* hat eine Schneidenlänge von 8mm. Die würde ich voll ausnutzen und ebenso tief fräsen.

Anschlag Oberfraese
Mit Hilfe eines solchen Anschlages fällt das fräsen einer geraden Nut leicht.

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Rückwand herstellen

Als Rückwand kann ich Dir Birkensperrholz in 3mm Stärke empfehlen – gibt’s in jedem Baumarkt. Die Platte fügt sich problemlos in die 4mm Nut ein und der Leim hat noch Platz, um sich gut verteilen zu können.

Das Birkensperrholz habe ich auf der Werkbank mit einem Anschlag verspannt, an dem ich die Handkreissäge* gerade entlang führen kann. Denk dran die Tiefe der Nut in die Berechnung mit einfließen zu lassen!

rueckwand zusaegen
Rückwand mit Hilfe eines Anschlages mit der Handkreissäge zusägen.

Rahmen verleimen

Jetzt kommt der spannende Teil. Beim zusammenleimen eines Rahmens mit Gehrungen und einer Rückwand kann man nicht Hände genug haben. Bevor Du anfängst, decke den Untergrund mit Backpapier ab, dort haftet der Holzleim* nicht, falls was daneben geht.

Rahmen verleimen
Den Untergrund unbedingt mit Backpapier abdecken!

Den Holzleim* kannst Du nun in die Nuten der Leisten einlassen. Eine Flasche mit entsprechend dünner Öffnung eignet sich hierfür hervorragend.

Leim in Nut einlassen
Den Leim in den Nuten und an den Gehrungen verteilen!

Nachdem Du den Leim in allen Nuten verteilt hast und auch auf die Gehrungen Leim aufgetragen hast, kannst Du den Rahmen zusammenstecken.

Rahmen zusammen bauen
Rahmenteile zusammen stecken.

Wenn alles passt, kannst du den Rahmen mit Schraubzwingen* zusammenspannen und abwarten bis der Leim ausgehärtet ist. Ich kann Dir allerdings nur empfehlen einen Rahmenspanner* statt Schraubzwingen zu verwenden. Das macht die Sache deutlich einfacher. Das war das erste, was ich mir nach diesem Projekt zugelegt habe.

Rahmen verspannen
Rahmen verspannen.

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Eichenleisten aufreißen

Islandmoos* alleine würde ja schon gut aussehen. Aber in Kombination mit aufgerissenen Eichenleisten, kommt das Wandbild noch besser rüber! Dazu habe ich zunächst Reste der Eichenleisten mit der Kappsäge in kleine Stücke verschiedener Längen gesägt. Danach setzt man einen Stechbeitel* an der Stirnseite des Holzes an und trennt die Eichenleisten mit zwei, drei Hammerschlägen der Länge nach auf.

Befüllung des Rahmens

Jetzt kommt der kreative Teil des Projektes! Ordne die aufgerissenen Eichenleisten erst einmal so im Wandbild an, wie Du es später haben willst, bevor Du es verleimst. Probiere einfach verschiedene Möglichkeiten aus.

Zunächst lose anordnen und mehrere Designs ausprobieren.

Wenn Du zufrieden bist, verteile auf der Rückseite und den Seiten der aufgerissenen Leisten etwas Leim und setze das Bild zusammen.

Leisten aufleimen
Leim auf die Seiten der Leisten auftragen.

Ich habe nicht alles auf einmal verleimt sondern zusammenliegende Teile zunächst mal mit einer Schraubzwinge* verspannt, damit die Leisten auch eng aneinander liegen.

Leisten verspannen
Mit etwas Druck die Eichenleisten aneinander pressen.

Das wiederholst Du dann mit allen Holzbereichen im Wandbild.

In meinem Fall sieht das Wandbild nun so aus:

Nur noch das Moos fehlt
Nur noch das Moos fehlt.

Oberflächenbehandlung

Bevor Du das Islandmoos* einklebst, solltest du die eingesetzten Eichenleisten und den Rahmen (falls noch nicht geschehen) mit Öl oder Wachs behandeln. Ich habe mich für Leinölfirnis* entschieden. Ein Klassiker, der nie enttäuscht!

Oberflaechenbahandlung mit Leioelfirnis
Oberflächenbahandlung mit Leiölfirnis

Islandmoos einsetzen

Bevor du anfängst, das Islandmoos* einzukleben, reinige es gründlich. In meinem Fall, waren sehr viele Tannennadeln und Holzreste im Moos, die ich mühsam entfernen musste. Das ganze ist extrem viel Arbeit, aber es lohnt sich. Und achte darauf, dass du nur die schönen Kronen des Mooses nutzt und diese nach oben hin ausrichtest. Du wirst hier etwas Ausschuss haben aber das ist normal.

Zum Islandmoos*

Das Islandmoos habe ich mit einer Heißklebepistole* befestigt. Alternativ könntest du auch ein engmaschiges Drahtgitter verwenden, in das Du das Moos einlässt. Bei dem Profil der Holzleisten, erschien mir der Heißkleber die bessere Wahl. Trage genügend Heißkleber auf die gewünschte Stelle auf und befestige die Moosteile.

Drücke das Moos am besten mit einem kleinen Holzstück, das Du übrig hast, fest. Besser als sich die Finger zu verbrennen.

Das wiederholst Du so lange bis das Bild voll besetzt ist. Viel Arbeit, aber das Endergebnis sieht umwerfend aus!

Das fertige Moosbild
Das fertige Moosbild

Zum Schluss noch die Aufhänger* an die gewünschte Stelle des Rahmens schrauben und dann kannst Du das Bild an die Wand hängen.

Das war’s – ich hoffe das Projekt hat Dir gefallen!

Servus und bis zum nächsten Projekt auf TimberTime!

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