Makita LS1019L Test – Preis-Leistungs-Knaller?

Du suchst einen Makita LS1019L Test und Erfahrungen weil du dich nicht zwischen Festool Kapex, BOSCH GCM und der Makita LS1019L entscheiden kannst? So ging es mir auch. Warum ich zur Makita gegriffen habe und was ich von der Makita Kappsäge halte, erfährst du in diesem Bericht!

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Zur LS1019L*

Makita LS1019L – ist das die richtige Säge für mich?

Genau die Frage aus der Überschrift dürften sich vielleicht einige stellen. Ich habe ebenso überlegt und auch die Festool Kapex 120* war im Rennen. Aus Kostengründen schied diese aber schnell wieder aus. Der eigentliche Grund für eine Neuanschaffung bestand darin, dass ich mittlerweile eine Kappsäge benötige, die wandnah betrieben werden kann. D.h. die klassischen Konstruktionen mit weit nach hinten ausfahrenden Gestängen scheiden alle aus. Bevor ich mir bereits im März 2021 die Makita LS1019L gekauft habe, nutzte ich eine Einsteiger-Kappsäge – die Metabo KGS 216m. Nicht schlecht für den Anfang. Im Vergleich zu den betrachteten Sägen allerdings eher “Spielzeug”. Warum ich mich letztendlich für die Makita LS1019L und gegen Festool und Bosch entschieden habe, möchte ich euch in diesem Beitrag erklären.

Dieser Beitrag handelt zwar von der LS1019L und teils der GCM 10 aber es lässt sich im Prinzip auch auf die größeren Modelle LS1219L und GCM 12 übertragen.

Makita Kapp- und Gehrungssäge (1510 W, 230 V) LS1019L*
Arbeitstisch nach rechts und links bis 60° drehbar

Letzte Aktualisierung am 17.06.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Irrtümer bei Produktangaben vorbehalten

Von der Schnittkapazität her und der Sägeblattgröße her spielen alle drei Sägen in der gleichen Klasse. Kapex 120 und LS1019L haben ein 260mm Sägeblatt und die Bosch GCM 10 ein 254mm Sägeblatt. Die Metabo habe ich bewusst nicht in Betracht gezogen weil ich von der Haptik und Anmutung der Maschine nie so überzeugt war wie bei den Konkurrenten. Das ist an der Stelle nur meine rein subjektive Meinung!

DeWALT ist übrigens ausgeschieden weil es tatsächlich keine 10 Zoll Kapp- und Gehrungssäge im Programm von DeWALT gibt, die man wandnah betreiben kann UND die eine Tiefenstopp-Einstellung zum sägen von Überblattungen bietet. Schade eigentlich! Das waren nämlich die Kernfunktionen, die ich erfüllt haben wollte. Die DeWALT DWE 778* besitzt leider konstruktionsbedingt keine Möglichkeit Überblattungen auszusägen.

Nachdem ich nun erste Projekte mit der Makita LS1019L* Kappsäge umgesetzt habe, bin ich froh, mir genau diese Säge gekauft zu haben. Neben Massivholz habe ich auch teils Plattenmaterialien (Multiplex, Siebdruckplatte) mit dem Standardsägeblatt bearbeitet.

Einstellmöglichkeiten

Die Einstellmöglichkeiten der Kappsäge sind wertig und alles funktioniert leichtgängig ohne dabei qualitativ minderwertig zu wirken. Besonders angetan bin ich von der Gehrungseinstellung. Das feine Surren während des Einstellens und das Einrasten in den gängigen Winkeln hat direkt Eindruck hinterlassen. Egal ob bei der Neigungsverstellung oder bei der Fixierung von Winkeln direkt neben einem Einrastpunkt – nach der Fixierung verbleibt die Winkeleinstellung in der Position. Bei einer Säge dieser Klasse, darf man das aber auch erwarten.

Die Säge kann an Einstellmöglichkeiten folgendes vorweisen:

  • Schnittleistung (90°) – 91 x 279 / 68 x 310 mm
  • Schnittleistung (45°) – 91 x 197 / 68 x 218 mm
  • Neigungswinkel 48° Grad rechts und links
  • Gehrungswinkel – 60° rechts und -60° links
  • Gehrungsarretierung bei 0°, 15°, 22,5°, 31,6°, 45° und 60° (rechts und links)
  • Feineinstellung bei der Gehrungsarretierung (auch direkt neben Einrastpunkten möglich)

Die einzige Schwachstelle, die mir untergekommen ist, ist dass die Schiene mit den Einrastpunkten aus Aluminium gefertigt wurde. Bei starker Nutzung der Verstellmöglichkeit werden sich diese Einrastpunkte auf der Skala irgendwann abnutzen, was zu minimalen Ungenauigkeiten führen kann. Bei der Hobbymäßigen Nutzung sehe ich hier ehrlich gesagt kein Problem. Das schöne ist, dass diese Skala ein separates Teil ist und einfach ausgetauscht werden kann. Selbst wenn also irgendwann ein Austausch nötig sein sollte: das Ersatzteil (Teilenummer 347412-9 bei ersatzteileonline.de) kostet aktuell nur um die 6-7 Euro.

Makita LS1019L*
Arbeitstisch nach rechts und links bis 60° drehbar.

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Wie genau ist die Makita LS1019L ab Werk eingestellt?

Anfangs habe ich mehrere Testschnitte mit der Säge gemacht und drei Dinge geprüft:

  • Neigungseinstellung
  • Gehrungseinstellung
  • Laser

Neigung und Gehrung stimmen bei mir – darauf kommt es an! Ich gehöre aber auch nicht zu denjenigen, bei denen alles aufs Hundertstel passen muss. Das halte ich für den Werkstoff Holz übertrieben. Der Laser hat bei mir eine leichte Abweichung und ist für meinen Geschmack auch ein wenig zu dick um genau die angezeichnete Linie treffen zu können. Ich arbeite aber ohnehin lieber ohne laser und senke das stehende Sägeblatt vorm Schnitt kurz ab und prüfe, ob das Werkstück korrekt positioniert ist.

Zur Prüfung der Einstellungen liefert Makita ein transparentes Kunststoff Einstell-Dreieck mit. Wie es bei Werkseinstellungen immer so ist: es wird vermutlich Abweichungen geben. Nur weil der eine Käufer eine gut eingestellte Säge bekommt, heißt das nicht, dass jemand anderes kein Montagsmodell erhalten kann.

Makita LS1019L – Platzbedarf der Säge

Einer der Hauptgründe für eine Säge dieser Art ist der geringe Platzbedarf. Durch die Konstruktion schwenkt kein Gestänge hinter der Säge aus und man kann sie wandnah betreiben. Ebenso wie die BOSCH GCM oder die Festool Kapex Sägen. Bei meinen Recherchen konnte ich zur Makita aber nirgends den mindestens benötigten Platzbedarf erkennen. Was interessiert, sind die Auflagepunkte der Säge und die tatsächlich benötigte Tiefe zur Wand! Das Einstellrad zur Gehrungsverstellung kann beispielsweise prinzipiell über den Tisch hinausragen.

Um euch die Arbeit abzunehmen bekommt ihr nun die nötigen Werte:

Zur soliden Auflage der Säge wird ein Wandabstand von 59,5cm benötigt. Die Säge ist dabei vollständig schwenkbar. Es ist also möglich die Säge auf 60cm tiefen Schränken (Standard-Platten-Maß aus dem Baumarkt) zu betreiben.

Bei eingeschobenen Werkstückauflagen benötigt man eine Breite von 64cm. Ausgezogen sind es dann 89cm. Die Breite dürfte nie ein Problem sein. Die Kappsäge ist ja genau dazu da eine hohe Breite abdecken zu können.

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Absaugung der LS1019L

Kapp- und Gehrungssägen verursachen in der Regel sehr viel Dreck. Makita sorgt hier vor und hat eine Absaugung an zwei Punkten (hinter und über dem Sägeblatt) an der Säge integriert. Mit im Lieferumfang ist ein Y-Adapterschlauch, um beide Absaugpunkte miteinander zu verbinden.

Noch habe ich keine Absaugung an der Maschine angeschlossen. Was ich aber nach intensiven Recherchen wiedergeben kann ist folgendes. Die Makita LS1019L ist von der Absaugleistung her leicht unter dem Niveau einer Festool Kapex. Gegenüber der BOSCH GCM hat die Makita dagegen eine bessere Absaugleistung.

Makita LS1019L – ein Überblick der Vorteile

Um sich für oder gegen die Makita Kappsäge entscheiden zu können, sollte man sich mal die zusammenfassenden Eckdaten anschauen. Im folgenden findet ihr eine Übersicht der Vorteile, auf deren Basis ich mich entschieden habe.

PRO Makita LS1019L

  • Preis
  • Verarbeitungsqualität
  • Verstellmöglichkeiten
  • Hohe Schnittkapazität
  • Sanftanlauf
  • Sehr effektive Absaugung an zwei Punkten
  • 3 Jahre Garantie nach Registrierung

Was hat mich zum Kauf der Makita LS1019L bewogen?

Der überzeugendste Punkt für die Makita LS1019L* ist ganz klar der Preis. Das heißt nicht, dass diese Maschine ein “Billig”-Werkzeug ist. Vielmehr muss man ganz klar anerkennen, dass man für ca. 600-700 Euro eine Kappsäge der Spitzenklasse bekommt, die sich auch vor einer Festool nicht verstecken muss. Bei halbem Preis!

Die Festool Kapex 120* saugt ein wenig besser ab und in der 120er Version besitzt die Kapex bei der Neigungseinstellung eine Feineinstellungsmöglichkeit – das habe ich in der Form leider bei keiner anderen Säge gesehen und ist definitiv ein Vorteil! Mir persönlich war es allerdings den Mehrpreis nicht wert.
Was man ebenso neidlos anerkennen muss, ist das man sich mit einer Festool Kapex auch einen entsprechenden all-inclusive Service einkauft. Hier wird sogar gegen geringe Selbstbeteiligung Diebstahl abgedeckt. Auch hier muss man wieder selbst entscheiden, ob man das haben möchte.

Die Bosch GCM 10* dagegen ist fast gleichauf mit der Makita. Die Makita macht meiner Meinung nach allerdings einen etwas wertigeren Eindruck und saugt auch besser ab als die Bosch. Ebenso gehen die Verstellmöglichkeiten über das Niveau der GCM hinaus. Die Bosch GCM hingegen benötigt noch weniger Platz zur Wand durch ihr patentiertes Gelenksystem. Preislich geben sich Makita und Bosch nicht viel. Wenn man die Preisschwankungen berücksichtigt, liegen bei hier ungefähr gleichauf. Wobei die Makita oft minimal günstiger ist.

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Die Konstruktion der Bosch* ist grundlegend anders als bei Makita und Festool. Ob sich das patentierte System mit den drei Gelenken auf Dauer bewährt kann ich nicht einschätzen. Letztendlich spielt hier auch immer die eigene Überzeugung eine Rolle. Ich habe mich bewusst für die Kugelgelagerte Holmvariante entschieden, die seit Jahren am Markt etabliert ist.

FAZIT Makita LS1019L Test

Um die Frage, ob die LS1019L* ein Preis-Leistungs-Knaller ist zu beantworten: Meiner Meinung nach ja! Der Gesamteindruck, also die Kombination aus Einstellmöglichkeiten, Qualität, Funktion und Preis haben bei mir zur Entscheidung für die Makita geführt. Zwar ist die Festool Kapex 120* vermutlich in allen Punkten ein klein wenig besser, im Preis dafür aber direkt doppel so teuer. Die Bosch macht einen ähnlich soliden Eindruck wie die Makita LS1019L, allerdings hat die Makita in den meisten Punkten die Nase vorn! Ich kann die Makita LS1019L* oder auch LS1219L* nur jedem ans Herz legen. Zumindest ist das meine subjektive Meinung.

Letztendlich muss die Entscheidung jeder für sich selbst treffen. Ich hoffe dennoch, dass ich eine interessante Gegenüberstellung liefern und dem einen oder anderen die Entscheidung erleichtern konnte – es ist nämlich keine einfache!

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Nun ist deine Meinung gefragt: Was denkst du über die Makita LS1019L Kapp- und Gehrungssäge? Findest du auch, dass die Makita ein Preis-Leistungs-Knaller ist?

5 Antworten auf „Makita LS1019L Test – Preis-Leistungs-Knaller?“

  1. Moin Florian,

    ich frage mich warum die Metabo KGSV 72 Xact SYM schon im Vorfeld ausgeschieden ist. Warum kam die nicht in Frage? Ich schwanke gerade zwischen KGSV 72 Xact SYM und LS1019L.
    Gruß
    Marc

    1. Hallo Marc,
      ich war einfach mit meiner Metabo KGS 216M nie so wirklich zufrieden und die Qualität hat mich nicht überzeugt. Nun kann es natürlich sein, dass sich die KGSV 72 xact auf einem ganz anderen Niveau bewegt. Ich wollte jedenfalls weg von der Metabo. Zugegeben: da war ich vielleicht nicht absolut objektiv.

      Gruß
      Florian

      1. Danke für deine Antwort!
        Sehr coole Seite, die du aufgebaut hast.
        Dein Test für die Dewalt 7492 hat meine Kaufentscheidung nochmals gefestigt. Ja…Moin Softstart Anleitung hast du auch gemacht weiter so!

  2. Hallo Florian,

    denke ist eine sehr gute Entscheidung. Ich selber habe mir gerade den großen Bruder geleistet, da demnächst Projekte mit 10Balken anstehen. Da brauche ich mehr Schnittleistung. Hatte vorher die KGS 254 von Metabo und war irgendwie nie ganz glücklich. Es ist keine schlechte Maschine, aber es hat nie ganz gefunkt 😁
    Bei Youtube gab es auch gerade einen Test LS1219 gegen die Bosch. Makita klar gewonnen. Einziger Vorteil der Boach war, dass sie etwas weniger Tiefe benötigt. Rest ging alles an Makita.
    Nochmal Glückwunsch zum Kauf und deiner Website. Mach weiter so.
    Beste Grüße
    Dennis

    1. Danke Dir Dennis!
      Ja, zu dem Zeitpunkt als ich mir die LS1019L gekauft habe, war die LS1219L auch noch ein gutes Stück teurer. Aktuell ist nicht viel Preisunterschied und haben ist bekanntlich besser als brauchen. Die LS1219 habe ich mir auch mal in einem Laden vor Ort angeschaut – ist schon ein Monster!
      Gruß
      Florian

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