Gewürzregal im Bicolor-Stil – Eiche und Weißbuche

Du willst Dir ein Gewürzregal selber bauen? Im folgenden Projekt zeige ich Dir einen simplen Ansatz, der zu einem sehr schönen Ergebnis führt. Das ganze kannst du beliebig in der Größe skalieren und auf dein eigenes Gewürzsortiment anpassen.

Nachfolgend habe ich Dir alle Werkzeuge und Materialien verlinkt, die Du für die Umsetzung des Projektes benötigst

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Gewürzregal
Gewürzregal

Benötigtes Werkzeug

Benötigtes Material

Holzauswahl

Da das kleine Gewürzregal im Bicolor Stil bzw. zweifarbig gehalten werden soll, benötigst Du zunächst Holzlatten aus Eiche und Weißbuche. Das gibt einen schönen Kontrast. Weiterhin handelt es sich bei beiden Hölzern um sehr hartes Holz. Ich empfehle Dir bei beiden Holzarten, die du verwendest, Hartholz zu nehmen. Warum? Hochwertiger, langlebiger, schönerer Look und angenehmere Haptik.

Weißbuche
Weißbuche

Die Holzlatten habe ich mir auf die oben angegebenen Maße an der Kappsäge zurecht gesägt. Es ist hierbei nicht wichtig, diese Maße perfekt einzuhalten. Kauf Dir das, was Du gerade günstig bekommst oder durchforste mal Deine Restholzkiste – irgendwas passendes wird sich schon finden.

Die Weißbuche stammt aus dem verlinkten Weißbuchen-Paket*. Eichenholz hatte ich noch hier aber ich würde euch die verlinkten Kanthölzer* empfehlen – die Passen von den Maßen her.

Holz zuschneiden

Damit die Hölzer in etwa die gleichen Dimensionen haben, sägt diese ggf. an einer geeigneten Säge zu. Hierbei ist es nicht schlimm, wenn die Hölzer noch nicht bündig sind und Höhenunterschiede von ein paar Millimetern aufweisen. Das korrigieren wir später durch planfräsen des verleimten Werkstücks.

Zuschneiden
Zuschneiden

Hölzer verleimen

Als nächstes kannst Du die beiden Hölzer verleimen. Großzügig Leim auftragen und dann die Hölzer mit Schraubzwingen* festklemmen. Auch hier ist es nicht schlimm, wenn die Hölzer nicht perfekt auf einer Höhe landen. Das kannst Du später noch mit der Planfräs-Vorrichtung oder einem Elektrohobel* korrigieren.

Planfräsen

Um den Versatz bzw. Höhenunterschied zwischen den Hölzern, der meistens unausweichlich ist, zu beheben, kannst Du entweder zu meiner Planfräs-Vorrichtung greifen oder einen Elektrohobel verwenden. Wenn du einen Dickenhobel hast, umso besser.

Wahrscheinlich sieht das Holz nach dem zusammenleimen in etwa so aus.

Schön zu erkennen: Das Eichenholz ist etwas höher als die Weißbuche. Das korrigieren wir jetzt.

Zunächst spanne das Werkstück auf deiner Werkbank so ein, dass Du auf der Oberfläche ohne Probleme arbeiten kannst und nichts im Weg ist. Ich habe hierfür flache Bankhaken und Keile genutzt. Achte unbedingt darauf, dass durch das festspannen das Werkstück nicht an einer Seite hochgedrückt wird. Sonst fräst du das Werkstück schief ab.

Gut festspannen!

Danach stellst Du die Oberfräse* so ein, dass der Nutfräser* an der niedrigsten Stelle des Werkstückes aufliegt. Ich habe hierfür extra den verlinkten Fräser in der Langversion genutzt damit ich mehr Spielraum für die Frästiefe habe.

Wenn Du alles korrekt eingestellt hast, kannst Du das Werkstück Stück für Stück planfräsen.

An dieser Stelle nochmal der Hinweis: mit einem Dickenhobel oder einer Abrichte geht das deutlich schneller und genauer. Ich will Dir aber zeigen, wie Du auch ohne diese teuren Maschinen tolle Ergebnisse erzielen kannst – ich bin in der gleichen Lage.

Holz abschleifen und Kanten abrunden

Nach dem planfräsen bleiben noch feine Riefen im Holz stehen, wie man im folgenden Bild erkennen kann. Das bekommst Du mit dem Exzenterschleifer schnell behoben. Kurz mit 80er Körnung abschleifen und schon ist das Werkstück glatt. Danach empfehle ich Dir noch mit 120er und 240er Körnung an allen Seiten nachzuschleifen damit alles perfekt glatt ist.

Damit die scharfen 90° Kanten später im Gebrauch keine Risse oder Dellen bekommen, habe ich die Kanten noch mit einem Abrundfräser* (4mm Radius) rund gefräst. Das sieht nicht nur gut aus, sondern führt auch zu einer angenehmeren Haptik.

Löcher für die Gewürzgläser bohren

Die Flachbodengläser, die ich verwendet habe, haben einen Durchmesser von 30mm. Einen 30mm Forstnerbohrer zu verwenden, würde ich Dir nicht empfehlen. Das wird zu eng sein und die Gläser sollen später ja ohne Probleme schnell griffbereit sein. Ich habe daher einen 32mm Forstnerbohrer genutzt.

Um wiederholgenau senkrechte Löcher in das Holz bohren eignet sich eine Standbohrmaschine natürlich am besten. Wenn es Dir wie mir geht, und Du keine besitzt, kannst Du auf einen Bohrständer* zurückgreifen. Die gibt es günstig zu kaufen und funktionieren ganz gut für den Preis.

Damit du auch immer gleich tief bohrst, stell den Tiefenanschlag entsprechend ein. Zwar gibt es hier keine Skala aber durch ausprobieren, wie tief du den Bohrer versenken kannst, funktioniert das auch ohne. Anzeichnen der Bohrpunkte nicht vergessen!

Tiefenanschlag am Bohrständer.

Bevor Du loslegst, achte darauf, dass Du den Bohrständer genau ausrichtest. Ich bin hierfür mit der Zentrierspitze des Forstnerbohrer so weit herunter, dass ich die Markierung damit angekörnt habe.

Das Ergebnis sollte dann in etwa so aussehen:

Fast fertig!

Die inneren Kanten der Löcher kannst Du noch mit Schleifpapier kurz anschleifen damit sie weniger scharfkantig sind.

Oberflächenbehandlung

Nun musst du die Oberfläche nur noch veredeln. Ich habe mich wie so oft für Leinölfirnis entschieden. Damit kommt der Bicolor-Effekt noch besser raus.

Das fertige Regal!

Das war’s schon wieder!

Servus und bis zum nächsten Projekt!

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